Sieben erfolgreiche Jahre in der DRK Berufsfachschule Rettungsdienst in Olpe
Olpe. Die DRK Berufsfachschule für den Rettungsdienst Südwestfalen ist nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert worden und hat die Trägerzulassung nach der Anerkennungs – und Zulassungsverordnung (AZWV) erhalten.
Die DRK Berufsfachschule für den Rettungsdienst Südwestfalen hat von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) ein zertifiziertes Managementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 für den Bereich Aus-, Fort-, und Weiterbildung im Gesundheitswesen und Rettungsdienst bescheinigt bekommen. Des Weiteren ist die Rettungsschule zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung. Die Schule wurde zertifiziert durch die ICG-GZBB GmbH, eine von der Bundesagentur für Arbeit anerkannte Zertifizierungsstelle. Somit ist die Rettungsschule in Zukunft berechtigt Bildungsgutscheine von der Bundesagentur für Arbeit anzunehmen. Des Weiteren können Schülerinnen und Schüler zukünftig Bildungsurlaub gemäß Arbeitnehmerweiterbildungs - Gesetz NRW(AWbG) beantragen.
Mit der Zertifizierung des Systems ist nunmehr die bekannte hohe Qualität der Arbeit auch „offiziell“ bestätigt.
Insgesamt haben in den letzten sieben Jahren mehr als 1.000 Schüler eine qualifizierte Ausbildung mit staatlichem Abschluss an der Rettungsschule absolviert.
Neben Rettungshelfer-, Rettungssanitäter- und Rettungsassistentenausbildungen stehen interessante Fort – und Weiterbildungen auf den Programm.
Jährlich werden rund 250 Einsatzkräfte (die überwiegend ehrenamtlich tätig sind) qualifiziert und fortgebildet. Jeder haupt – und ehrenamtlich Tätige im Rettungsdienst muss 30 Stunden Fortbildung jährlich nachweisen. Alle Lehrgänge werden von dafür speziell qualifiziertem Dozenten durchgeführt. Hier kann Schulleiter Stefan Luke, der stv. Schulleiter Steffen Roll und der ärztliche Leiter der Rettungsschule Dr. Jörg Conzen auf ein Team von langjährig erfahrenen pädagogisch geschulten ärztlichen und nichtärztlichen Referenten zurückgreifen. Das Team verfügt über umfassende Kenntnisse im Krankentransport und Rettungsdienst und wird unterstützt von Fachreferenten der Polizei, der Feuerwehr, der pharmazeutischen Industrie, dem Gesundheitswesen, der Staatsanwaltschaft, der Notfallseelsorge, Notärzten, und vielen anderen.
15 Intensivpflegekräfte aus verschiedenen Krankenhäusern sind im vergangenen Jahr in verkürzter Form zum Rettungssanitäter ausgebildet worden, um auf einen Intensivtransportwagen (ITW) zukünftig eingesetzt zu werden. Dieser ist in Siegen stationiert und auch für unsere Region zuständig.
Seit Beginn der Rettungsschule im Jahr 2005 haben rund 80 Rettungsdienstler eine Führungsausbildung absolviert. Die ausgebildeten Gruppenführer- und Zugführer Rettungsdienst werden als Einsatzabschnittsleiter bei Massenanfällen von Verletzten eingesetzt. Erst vor wenigen Tagen haben 6 Mitarbeiter des Rettungsdienstes erfolgreich an der 63 Unterrichteinheiten umfassenden „Gruppenführer Rettungsdienst“ Ausbildung teilgenommen.
Am 23.04.2012 werden wieder 20 junge Menschen die Berufsausbildung zum Rettungsassistenten beginnen. Neben dem theoretischen Unterricht stehen Exkursionen zur Anatomie Düsseldorf, Kreispolizeibehörde, Kreisleitstelle und Berufsfeuerwehr auf dem Programm. Weiterhin werden die Teilnehmer an einem praxisorientierten Wochenende teilnehmen um noch intensiver auf ihre Tätigkeit im Rettungsdienst vorbereitet zu werden.
Speziell für die Ausbildung der Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten (natürlich auch für die Rettungssanitäter) hat die Schule bereits 2009 ein neues Defibrillator / EKG-Gerät angeschafft, den Corpuls 3. Das Gerät liefert modernste Technik und bringt die Schülerinnen und Schüler bereits während der Ausbildung auf den derzeit neuesten Stand der präklinischen Diagnostik.
Das auf einem Modulsystem basierende Gerät wird bereits bei vielen Rettungshubschraubern, aber auch von bodengebundenen Notarztsystemen erfolgreich eingesetzt.
Des Weiteren ist die Rettungsschule seit Sommer 2011 im Besitz eines „Medumat Transport“, ein Beatmungsgerät der allerneusten Generation. Dieses dient der Primärrettung und dem Sekundärtransport von Notfall- und Intensivtransportpatienten. Dank der verschiedenen Beatmungsformen bietet der „Medumat Transport“ ein hohes Maß an Flexibilität.
Neben Reanimationstrainer und Rettungs-und Notarztwagen Equipment steht den Schülerinnen und Schüler alles zur Verfügung, um an den Rettungsdienstlichen Alltag herangeführt zu werden.
Die Tätigkeit im Rettungsdienst fordert durch die rasante Entwicklung von Medizin und Technik ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, fachliches Können, Flexibilität, Leistungsbereitschaft, sozialer Kompetenz und engagierter Teamarbeit. Genau dieses wird seit Beginn der Rettungsschule im Jahr 2005 in Olpe vermittelt.
Torsten Tillmann vom hauptamtlichen Vorstand des DRK Kreisverbandes Olpe e.V. erwähnte, dass für die Zukunft durch die Zertifizierung ein weiterhin überdurchschnittlich hohes Niveau der Ausbildung gewährleistet wird. Schulleiter Stefan Luke und der stv. Schulleiter Steffen Roll haben im vergangenen Jahr sehr viel Zeit investiert um die Zertifizierung zu ermöglichen. Hierzu wurde ein 250 seitiges Qualitätsmanagement-Handbuch erstellt. Die Schule wurde durch ein abschließendes Audit auf „Herz und Nieren“ überprüft. Frau Syma von der Zertifizierungsstelle bescheinigte am Schluss der Schulleitung eine hervorragende Arbeit. Informationen zu Ausbildungen im Rettungsdienst gibt es bei Stefan Luke unter 02761-964834 oder luke@kv-olpe.drk.de .
Text: Stefan Luke
Foto: Michael Heinze


