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Ansprechpartner

Herr
Stefan Luke

Tel: 02761 964834
luke[at]kv-olpe.drk[dot]de

Hauptmanns Garten 9a
57462 Olpe

Rettungshelfer NRW

In Nordrhein-Westfalen kann man auch den "kleinen" Rettungshelfer-Schein machen; den sogenannten "Rettungshelfer NRW" (RH-NRW). Geregelt ist dies durch die "Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Rettungshelfer und Rettungssanitäter" (RettAPO NRW) des Landes NRW vom 12. Juni 2012; und somit ist sowohl die Ausbildung als auch die Prüfung zum RH-NRW in NRW gesetzlich geregelt. Im Grunde ist diese Ausbildung vergleichbar mit der Sanitäter-Ausbildung  "SAN-C"-Lehrgang beim DRK aber schließt mit einer schriftlichen Prüfung und einer praktischen Prüfung vor dem Gesundheitsamt ab und verlangt Einsatzerfahrung im Rettungsdienst. Diese Ausbildung wird oftmals im Rahmen des Bundesfreiwilligendienst im Bereich des qualifizierten Krankentransport bzw. für Ehrenamtliche als Aufbaukurs nach einer Ausbildung zum Sanitäter angeboten. Die Ausbildung zum "Rettungshelfer NRW" gliedert sich wie folgt:

  • 80 Stunden Theorie
  • schriftliche und praktische Prüfung
  • 80 Stunden Rettungswachenpraktikum auf einer Lehrrettungswache mit

    • mindestens 5 Notfalleinsätzen (mit dem RTW und Notarzt)
    • mindestens 15 Krankentransportfahrten (mit dem KTW)

Diese Ausbildung ist insofern ausreichend, als das im Bundesland NRW der Rettungshelfer (RH) nur als Fahrer des Krankentransportwagen (KTW) tätig werden darf; zur Betreuung des Patienten wird als Transportführer ein fachlich höher ausgebildeter Rettungssanitäter eingesetzt. Es werden allerdings auch Aufbaulehrgänge zum Rettungssanitäter angeboten bei denen man sich die vorherige "Rettungshelfer NRW"-Ausbildung anerkennen lassen kann.

Lernzielkatalog laut RettAPO NRW

  • Ablauf einer Hilfeleistung - Rettungskette

    • Rettung und Krankentransport
    • Zusammenarbeit mit Dritten

  • Rechtsfragen im Rettungsdienst
  • Physiologie / Pathophysiologie des Bewusstseins
  • Anatomie / Physiologie / Pathophysiologie der Atmung
  • Anatomie / Physiologie / Pathophysiologie des Kreislaufs
  • Durchblutungsstörungen
  • Blutstillung / Wundversorgung
  • Schock
  • Hypoglykämischer Schock und hyperglykämisches Koma (als Beispiel einer Stoffwechselentgleisung)
  • Akuter Bauch / Bauchtrauma
  • Geburt
  • Polytrauma / Schädel-Hirn-Trauma
  • Verätzungen / Thermische Schäden / Stromunfälle
  • Vergiftungen
  • Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates
  • Arzneimittel
  • Hygiene und Infektionskrankheiten
  • Soziale Kompetenz

    • Umgang mit Patienten und Angehörigen
    • Kommunikation – hilfreiches Gesprächsverhalten

  • Einführung in das Rettungswachenpraktikum

Pflichtfortbildung

Ein Rettungshelfer bzw. ein Rettungshelfer NRW muß insgesamt 30 Zeitstunden im Rahmen der jährlichen Pflichtfortbildung im Rettungsdienst absolvieren, damit er weiterhin im Rettungsdienst bzw. Krankentransport eingesetzt werden darf.